Auf gehts ins Berufsleben – 1975-1985
Mit 20 hatte ich ausgelernt und wurde in die Welt der Verdiener entlassen. Dass der Beruf des Fernmeldehandwerkers mir keinen Spaß machte, spürte nicht nur ich, sondern leider auch meine Kollegen und Vorgesetzten. Doch es gab auch Gleichgesinnte, und das lockerte meine Arbeitswoche auf. Zudem durfte ich ja auch Musik machen, denn mit 16 bekam ich Lust aufs Schlagzeug spielen und setzte meine Gabe in einer Tanzkapelle ein. Okay, das war nicht der Hit. Aber 1977 verlegte ich mich auf Hard Rock, und 1981 gründete ich eine Konzertagentur, leider mit mäßigem Erfolg. 1983 hatte ich die Faxen endgültig dick von der Art, wie ich mein Geld verdiente. Ich kündigte und gönnte mir ein 2-jähriges Studium in Datenverarbeitung. Da kamen gerade die Homecomputer auf. Diese zwei Jahre waren mit die schönste Zeit meines Lebens.
Endlich: Film!!! 1985-1995
Nachdem das Studium 1985 beendet war, dümpelte ich ein knappes Jahr bei einer Firma für Anlagenbau herum, bevor mir der große Sprung in den Filmsektor gelang – und nach England, das Land meiner Träume. Bis 1987 kümmerte ich mich um den Service von Filmabtastern, und ab 1989 um Bildspeicher und Video-Bearbeitungssysteme. Ich durfte sie installieren, warten und Schulungen geben bei den Fernsehanstalten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein tolles Leben. 1989 kam zudem mein erstes Buch auf den Markt. Es war ein Sachbuch über Videotechnik. 1991 folgte eines über die gerade modern werdenden Camcorder. Der Schmöker lief richtig gut, und diverse Firmen auf diesem Gebiet bezahlten mich sogar für Werbung. Während diese Sachbücher heute total veraltet sind, gibt es das 1992 erschienene „Fröhliches Wörterbuch Kampfsport“ noch immer, aber nur als Liebhaberstück.
Hochs und Tiefs – 1995-2005
In der Filmbranche hatte ich mir wirklich einen Namen gemacht. 1996 wurde ich vom Olympischen Kommittee nach Atlanta, USA, bestellt, um die Übertragung der dort stattfindenden Olympischen Spiele zu sichern – mit 1000 anderen Technikern, versteht sich. Und 1997 begleitete ich die erste Digitalisierung eines Kinofilms, der da hieß: Comedian Harmonists. Diese wunderbare Zeit endete aber im Jahr 2000, als den Fernsehsendern das Geld ausging und auf Billigprodukte zurückgriffen. Ich half mir damit, vorübergehend als Vermögensberater zu agieren, spürte aber schnell, dass das nicht mein Ding war. Ab 2004 half ich bei der British Telecom – aha, wieder England 🙂 – im Service aus und war für den Bayrischen Staat mit all seinen Institutionen zuständig.